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Knorpeltransplantation

Die Knorpeltransplantation ist ein zwar immer noch ein relativ neues Verfahren, wurde aber von uns aufgrund der enormen Nachteile gegenüber der Stammzelltransplantation von uns schon wieder verlassen. Die wesentlichen Nachteile sind die Notwendigkeit einer zweiten Operation zur Knorpelzellentnahme und die hohen Kosten der Knorpelzellzüchtung, die von den Krankenkassen nicht kostendeckend bezahlt wird.
Da alle Knorpeltransplantate relative dünn sind muss wenn sich zudem unter dem Knorpel Zysten gebildet haben sollten, neben einer Knorpeltransplantation zusätzlich eine Knochentransplantation erfolgen, um einen guten Nährboden zu gewährleisten.

Chondrozytentransplantation (ACI - Autologous Chondrozyte Implantation)

Die Chondrozytentransplantation wurde durch ein schwedisches Forscherteam entwickelt.

Aus einem nicht belasteten Areal des Gelenkes wird bei einer Arthroskopie ein kleines Stück Knorpel entnommen. Anschließend wird es mit einem Spezialverfahren von seinen Fasern befreit und die nun frei gewordenen Knorpelzellen sozusagen im Reagenzglas durch Züchtung vermehrt. Etwa nach drei bis sechs Wochen wird in einem offenen Verfahren der Knorpeldefekt zunächst mit einer Knochenhaut übernäht. In die daraus resultierende Tasche werden die gezüchteten Knorpelzellen injiziert. Im Verlaufe von einigen Monaten entsteht hieraus ein neuer Knorpel, der weitgehend dem natürlichen Knorpel entspricht. Dieses Verfahren hat sich aufgrund mehrerer Nachteile nicht durchgesetzt und wird von uns nicht mehr angewendet.
Der wesentliche Nachteil ist die Instabilität der Knorpellösung. Es handelt sich um eine Flüssigkeit, die nur im Knorpeldefekt verbleibt wenn mit höchstem technischen Aufwand die oben beschriebene Tasche aus Knochenhaut genäht wird. Insgesamt ist die ACI eindeutig als obsolet einzustufen.

Matrixassoziierte Chondrozytentransplantation (MACI - Matrix-associated Autologous Chondrozyte Implantation)

Hierbei werden wie bei der ACI Knorpelzellen gewonnen und gezüchtet.

Diese Zellen werden aber auf eine Kollagenmatrix gebracht und damit zusammen transplantiert.

Dadurch ist das Transplantat wesentlich stabiler und hat daher die ACI fast komplett abgelöst. Außerdem besteht normaler Knorpel eben auch aus einer Kollagenmatrix und Knorpel. Trotzdem bestehen immer noch die oben beschriebenen Nachteile der Notwendigkeit einer zweiten Operation zur Knorpelzellentnahme und der hohen Kosten der Knorpelzellzüchtung, die von den Krankenkassen nicht kostendeckend bezahlt wird.

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Klinik für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie
Rummelsberg 71
90592 Schwarzenbruck

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