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Kurzmanual

  • Vorbereitung

    LINK offizielles Video zur Operationstechnik

    Eine unsterilen oder sterile Oberschenkelblutleere oder –sperre wird angelegt.  Eine sterile Blutleere oder –sperre ist sinnvoll wenn ein autologes Knochentransplantat am Becken entnommen werden soll, sonst ist eine unsterile Blutleere oder –sperre vorteilhaft.

  • Lagerung

    Bauch-, Rücken- oder Seitenlagerung ist möglich.  Die empfohlene Standardlagerung ist die Bauchlagerung für einen späteren dorsolaterale oder auch dorsalen Zugang.  Rücken- und Seitenlagerung wären für spätere vordere und laterale Zugänge möglich.  Der zu operierende Fuß sollte in jedem Fall über der OP-Tischkante überstehen.

  • Zugang

    Nach Zugang, Gelenkpräparation mit Knorpel- und Osteophytenresektion und optionalen Korrekturosteotomien wird der Zielbügel für den ersten Draht platziert.  Dieser Zielbügel wird unter direkter Sicht und fluoroskopischer Kontrolle auf dem Zentrum des talaren Doms platziert.  Dann wird der erste Draht durch den Zielbügel, Kalkaneus und Talus bis in die Tibia eingebracht und zwar in Deckung mit der Tibiaachse bzw. deren Verlängerung.  Dabei muss auch der Eintrittspunkt in den Kalkaneus in Verlängerung der Tibiaachse liegen.  Der zweite Zielbügel wird auf dem ersten Draht und ersten Zielbügel platziert.  Ein zweiter Draht wird durch den zweiten Zielbügel mit demselben Eintrittspunkt wie später der Nagel, d.h. lateral und dorsal der Tibiaachse eingebracht.  Der zweite Draht wird dann bis zum ersten Draht eingebracht den dieser genau auf der Ebene des OSG trifft.  Der zweite Draht dient als Führung für die Aufbohrung für den Nagelkanal.

    Zielbügel für ersten Draht

    Eintrittspunkt des ersten Führungsdrahts in Kalkaneus und Austrittpunkt am talaren Dom

    Zielbügel für 2. Draht, der auf 1. Draht platziert ist

  • Bohrung und Reaming

    Der zweite Führungsdraht ist die Führung die Bohrung und das Reaming.  Der 13 mm Bohrer wird bis zum talaren Dom vorgebohrt. Der Manipulator, der an der Bohrhülse befestigt wird erlaubt eine Dorsalextension und Varisierung im oberen Sprunggelenk. Dann wird der 13 mm Bohrer 1 cm in die Tibia vorgebohrt.  Danach wird der zweite Draht in den tibialen Markkanal vorgeschoben. Der 13 mm Bohrer wird entfernt und der Tibiamarkraum mit dem flexiblen 9,5 mm Reamer aufgebohrt.

    Reaming

  • Nagelinsertion

    Nach Bohrung und Reaming wird der A3 Nagel unter fluoroskopischer Kontrolle eingebracht-  Die distale Biegung wird dabei auf dem Niveau des oberen Sprunggelenks platziert.

    Nagelinsertion

  • Verriegelung

    Zuerst wird die kalkaneare Verriegelung durchgeführt gefolgt von der talaren und tibialen.  Dabei wird die Bohrung für die Verriegelungsschrauben durch die korrespondierenden Bohrhülsen durchgeführt und die Bohrlänge direkt am Bohrer abgelesen.  Ein optionales Längenmessgerät ist verfügbar.  Dann werden die Verriegelungsschrauben durch die Hülsen eingebracht.  Zuletzt wir der Kompressionsbolzen eingedreht um eine Kompression oder statische Verriegelung zu erreichen.

    Talare Verriegelung

  • Bildgebung

    Während der Platzierung der Drähte, Nagel, Verriegelungsschrauben und Kompressionsbolzen ist eine fluoroskopische Kontrolle im seitlichen und anteroposterioren Strahlengang sinnvoll.  Bei Bauch- oder Rückenlagerung kann das gegenseitige Bein abgesenkt und der Röntgenbildverstärker permanent mit seitlichem Strahlengang positioniert werden ohne den Operationsvorgang wesentlich zu behindern.

  • Verschluss

    Eine 10 French Redondrainage wird eingelegt und ein zweischichtiger Verschluss (subkutan und Haut).  Ein steriler Verband wird angelegt.  Die Blutleere- oder sperre wird nach Verbandsanlage geöffnet.  Ein Unterschenkelspaltgips oder Orthese (z.B. Vacuped, Firma Oped) wird angelegt. 

     

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Kontakt
Klinik für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie
Rummelsberg 71
90592 Schwarzenbruck

Telefon: 09128 50-43450
Telefax: 09128 50-43260
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