Arzt-Newsletter

Newsletter für Haus- und Fachärzte

Unsere Zuweiserbefragung war eindeutig: Die Mehrheit der niedergelassenen Haus- und Fachärzte wünscht sich mehr Informationen zu Neuerungen aus dem Krankenhaus Rummelsberg. Gerne wollen wir Ihre Rückmeldung aufgreifen und haben daher u.a. diesen Newsletter entwickelt. In diesem berichten wir regelmäßig über fachliche und organisatorische Neuerungen im Krankenhaus Rummelsberg.

Darüber hinaus ist uns der persönliche Austausch mit Ihnen sehr wichtig. Gerne besuchen wir Sie in Ihrer Praxis bzw. stehen telefonisch über die bekannten Rufnummern zur Verfügung. Oder besuchen Sie uns doch bei einer der kommenden Veranstaltungen in unserem Hause.

Ihre Anregungen, Kritik oder Wünsche sind uns eine Herzensangelegenheit - wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Wenn Sie uns noch keine Einwilligung zum E-Mail-Arztnewsletter gegeben haben und künftig den Newsletter erhalten möchten, schicken Sie einfach das ausgefüllte Formular an die E-Mail-Adresse kru-arztnewsletter@sana.de. Sollten Sie Ihre Einwilligung widerrufen wollen, können Sie dies durch eine Nachricht an diese Adresse ebenfalls tun oder telefonisch unter 09128/5043365.

Ausgabe 4/2017

Herzkatheterlabor im Krankenhaus Rummelsberg eröffnet

Das Krankenhaus Rummelsberg ist weiter auf Expansionskurs und verfügt ab sofort auch über ein Herzkatheterlabor. Durch die Eröffnung einer Zweigstelle der Kardiologie Altdorf von Dr. Markus Sandrock können in modernen Praxisräumen im Krankenhaus wichtige Verfahren der invasiven Kardiologie abgedeckt werden – sowohl ambulant als auch stationär. „Wir freuen uns, dass wir mit Dr. Sandrock einen Experten ins Haus holen konnten, der unser Leistungsspektrum im Bereich der Inneren Medizin erweitert, wovon unsere Patienten profitieren werden“, so Geschäftsführer Sebastian Holm im Rahmen der feierlichen Eröffnung.

Geschäftsführer Sebastian Holm und Dr. Heinrich Dorner, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Akutgeriatrie, freuen sich über das neue Herzkatheterlabor und die Kooperation mit Dr. Markus Sandrock und Mohammed Asker Hasan (v.l.n.r.).

Die hochmodernen Praxisräume sind im Untergeschoss des Laurentiushauses im Krankenhaus Rummelsberg entstanden. Parkplätze stehen direkt vor dem Haupteingang zur Verfügung. Dr. Markus Sandrock, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und interventionelle Kardiologie, gibt einen Einblick in das angebotene Leistungsspektrum: „In unserer Praxisklinik am Standort in Rummelsberg führen Mohammed Asker Hasan und ich ambulante diagnostische und interventionelle Herzkatheteruntersuchungen sowie Stentimplanationen durch. Darüber hinaus bieten wir die Rekanalisation chronischer Koronarverschlüsse an sowie ambulante Kardioversion. Für spezielle Fragestellungen wie beispielsweise einem Thrombus im linken Herzohr, ist es notwendig, das Herz über die Speiseröhre mit einer speziellen Ultraschallsonde zu untersuchen. Auch diese transösophageale Echokardiographie, kurz TEE, können wir in Rummelsberg abdecken.“ Für den Mediziner ist es nach Altdorf und Erlangen der dritte Praxisstandort. Sandrock betont: „Unser Bestreben ist es, dem Patienten auch während der Herzkatheteruntersuchung ein angenehmes Ambiente zu verschaffen, um in einer angstfreien Atmosphäre optimale Bedingungen für die notwendige Behandlung zu erreichen.“ Zahlreiche Kardiologen, Hausärzte und konservative Kardiologen machten sich bei der Einweihung ein Bild von den neuen Räumlichkeiten und nutzen die Chance, alles unter die Lupe zu nehmen. „Der große Andrang der Mediziner bei der Eröffnung zeigt, dass unser erweitertes Angebot in der Region auf großes Interesse stößt“, so Holm. Nach der Eröffnung des Querschnittzentrums Anfang September ist es somit der zweite Meilenstein, der innerhalb kürzester Zeit für die Zukunft des Krankenhauses gesetzt wurde.

Ausgabe 03/2017

Prüfen, rufen, drücken: Krankenhaus Rummelsberg bietet Reanimationsworkshop an

Klinik für Anästhesie unterstützt die „Woche der Wiederbelebung“ – Chefarzt Dr. Jörg Albrecht: „Reanimation ist einfacher als viele glauben!“

Unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ beteiligt sich die Klinik für Anästhesie am Krankenhaus Rummelsberg an der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“. Ein Herzstillstand ist eine lebensbedrohliche Situation, in der schnelle Hilfe wichtig ist. Um die eigenen Fähigkeiten aufzufrischen, lädt Dr. Jörg Albrecht, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin am 21. September 2017 nach Rummelsberg ein.

Menschen, die einen Herzstillstand erleiden, sind auf sofortige Hilfe angewiesen – schließlich zählt in diesem Fall jede Sekunde. Die Überlebenschancen eines Betroffenen zu erhöhen, ist oftmals leichter als man denkt. Stößt man auf eine bewusstlose Person, gilt es zu prüfen, ob die Person auf eine Ansprache reagiert. Atmet derjenige nicht normal oder lässt sich überhaupt kein Atem feststellen, ist das Leben akut in Gefahr. Schnelles Handeln ist in diesem Ernstfall erforderlich. Unter dem bundesweiten Notruf 112 ist schnelle und professionelle Unterstützung und Anleitung gewährleistet. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ist es jedoch wichtig, bereits mit einer Herzdruckmassage zu beginnen, damit der Blutkreislauf aufrecht erhalten bleibt. „Mit einfachen Handgriffen kann ein jeder zum Lebensretter werden. Die Botschaft ist einfach: prüfen, rufen, drücken – dabei kann man nichts falsch machen“, betont Chefarzt Dr. Albrecht.

Situation kann jeden treffen

Da es zu viele Menschen gibt, die die Wiederbelebungsmaßnahmen nicht mehr kennen und bei denen der Erste-Hilfe-Kurs vom Führerschein schon sehr lang her ist, beteiligt sich das Krankenhaus Rummelsberg an der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“. Chefarzt Dr. Jörg Albrecht richtet einen Appell an alle, die das Reanimationstraining nicht mehr auf dem Schirm haben: „Es lohnt sich, seine Fähigkeiten aufzufrischen, denn Reanimation ist einfacher als viele glauben. Jeder kann es – und die Situation kann jeden treffen!“

Am 21. September erwartet Interessierte von 15 bis 17 Uhr im Vortragssaal des Krankenhauses ein spannender Vortrag rund um die Reanimationsmaßnahmen inklusive einer professionellen Kurz-Schulung. Die Einladung geht auch an Familien, denn schließlich passieren die meisten Fälle von plötzlichem Herzstillstand zu Hause oder im Freundeskreis. Um eine Anmeldung im Vorfeld wird gebeten – entweder per Mail kru-anaesthesie@sana.de oder telefonisch unter 09128 504-3199. Alle interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

Ausgabe 02/2017

Querschnittzentrum wird etabliert

Patienten mit einer Verletzung des Rückenmarks können am Krankenhaus Rummelsberg behandelt werden – Auftakt ist der internationale Tag der Querschnittlähmung am 5. September 2017

Das Krankenhaus Rummelsberg ist weiterhin auf Expansionskurs. Neben dem hochspezialisierten Zentrum für Kinder-, Jugend- und Neuroorthopädie sowie den Zentren der Maximalversorgung für Fußchirurgie und Endoprothetik entsteht dort ein weiteres Zentrum. Ab September 2017 werden im Querschnittzentrum Therapiekonzepte für Menschen angeboten, deren Rückenmark verletzt ist. Den Startschuss für das Zentrum, was die Versorgungslücke in Bayern zwischen Bayreuth und Murnau schließen soll, bildet der internationale Tag der Querschnittlähmung am 5. September 2017. Das interdisziplinäre Team stellt an diesem Tag das Behandlungskonzept und die Vernetzung mit den Rummelsberger Anstalten vor.

Querschnittgelähmte Patienten aus ganz Mittelfranken haben durch die Eröffnung des Zentrums eine wohnortnahe Anlaufstelle. Reisestrapazen zur lebenslangen Nachsorge und Check-up-Terminen gehören somit der Vergangenheit an. Das Rummelsberger Querschnittzentrum verfügt über 24 Betten, wovon zwei Zimmer als Einzelzimmer für isolationspflichtige Patienten konzipiert sind. Monitormöglichkeiten bestehen für 16 Bettplätze, so dass auch beatmete Patienten versorgt werden können. Neben der sanierten Station steht ein komplett neu eingerichteter Trainingsraum, in dem ein Großteil der Einzeltherapie stattfindet, zur Verfügung.

Neben der intensiven Therapie der neuromuskulären Einschränkungen widmet sich das Team um Dr. Matthias Ponfick der Etablierung eines alltagsgerechten, individuellen Blasen- und Darmmanagements, wozu auch die im Haus durchgeführte Blasenfunktionsdiagnostik (Urodynamik) gehört. Hierbei besteht eine intensive Zusammenarbeit mit den Kollegen der Urologie des Krankenhauses Martha Maria. Bei schwierigem Darmmanagement ist mitunter die Anlage eines Anus praeter notwendig, was ebenfalls vor Ort versorgt werden kann.

Zudem bietet das Krankenhaus Rummelsberg eine vollausgestatte, anästhesiologisch geleitete Intensivstation, so dass auch Schwerstbetroffene suffizient versorgt werden können. Dank intensivmedizinischer, internistischer und neurologischer Diagnostik – inklusive 24-Stunden-CT und -MRT sowie Labor – können viele Komplikationen und kritische Situationen in der eigenen Klinik bewältigt werden.

Eingebettet in die Klinik für konservative und operative Wirbelsäulentherapie

Therapeutisch ist das Querschnittzentrum Rummelsberg interdisziplinär und breit aufgestellt. Neben der Physio- und Ergotherapie, kümmern sich Sporttherapeuten und Psychologen um die Behandlung des Patienten. Das speziell geschulte Pflegepersonal erarbeitet mit dem Patienten individuelle Konzepte zum Erlangen der Kontinenz und steht stets mit Rat und Tat zur Seite. Die hauseigene Orthopädietechnik kann individuelle Hilfsmittel auf höchstem Niveau für die Patienten anfertigen und unterstützt damit die Reintegration des Patienten in den Alltag. Ebenfalls bieten wir im Rahmen der lebenslangen Nachsorge Termine für den Check-up an.

Das Querschnittzentrum ist eingebettet in die Klinik für konservative und operative Wirbelsäulentherapie. Eine besondere Bedeutung kommt der interdisziplinären Zusammenarbeit mit der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, der Klinik für Neurologie und der Klinik für Kinder-, Jugend- und Neuroorthopädie zu.

Ausgabe 01/2017

Premiere in Deutschland

Klinik für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie am Krankenhaus Rummelsberg als bundeweit erstes Zentrum für Fußchirurgie der Maximalversorgung ausgezeichnet

Nach Abschluss der Pilotphase wurde die Klinik für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie im März 2017 als bundesweit erstes Zentrum für Fußchirurgie der Maximalversorgung (ZFS-Max) zertifiziert. Die Zertifizierung von Zentren für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie ist eine Initiative der Deutschen Assoziation für Fuß- und Sprunggelenk (D.A.F. e.V.), die die Sektion für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGUU) ist. Die Auszeichnung erfolgt als qualitätssichernde Maßnahme in der Behandlung von Gelenkerkrankungen, angeworbenen und erworbenen Deformitäten sowie Verletzungen und deren Folgen an Fuß- und Sprunggelenk. Dabei werden Leistungserbringer und Behandlungspartner des Zentrums für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie registriert und evaluiert. Sämtliche Kooperationspartner wie unter anderem Anästhesie, Radiologie, Physiotherapie, Innere Medizin, Orthopädiewerkstatt, Gefäßchirurgie, Plastische Chirurgie, Pathologie, Mikrobiologie, ... werden genauestens definiert und die entsprechende Tätigkeit als sogenannter Stützprozess standardisiert und zertifiziert.

Ansprechpartner für problematische Fälle in der Fußchirurgie

Das Zentrum für Fußchirurgie der Maximalversorgung am Krankenhaus Rummelsberg ist selbstverständlich auch regionaler und überregionaler Ansprechpartner für problematische Fälle in der Fußchirurgie und beschäftigt sich weiterhin mit Forschung und Lehre in diesem Bereich. Im Vordergrund steht die klinische Versorgung der Patienten und hierbei insbesondere die operative Versorgung. Analog zu den Endoprothesenzentren werden dabei besonders erfahrene Operateure zertifiziert, die prinzipiell jede Operation des Fußzentrums selbst durchführen oder assistieren. Im ZFS-Max am Krankenhaus Rummelsberg sind diese sogenannten Seniorhauptoperateure Chefarzt Prof. Dr. Martinus Richter sowie leitender Oberarzt Stefan Zech.

Neben den oben genannten Kooperationspartnern besteht auch eine Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Fußchirurgie (ZFS) in Hochfranken und in Cottbus. Das ZFS Hochfranken ist das erste zertifizierte ambulante Fußzentrum und liegt im benachbarten Oberfranken. Die Kooperation mit dem weit entfernten ZFS Cottbus ist damit begründet, dass kein ZFS-Max als notwendiger Kooperationspartner näher gelegen ist.

Ausgabe 03/2016

High-Speed Kameras revolutionieren Ganganalyse

Ein neues bildbasiertes System verbessert die klinische Ganganalyse. Schnellere und einfachere Diagnose von Gangstörungen erleichtern Therapieplanung und Nachsorge.

Einfach, schnell, realistisch: Im bildbasierten System reichen wenige Marker aus, um eine aussagefähige Ganganalyse zu erstellen.

Das Krankenhaus Rummelsberg hat in den vergangenen Monaten aufgerüstet und ein hochmodernes Ganglabor eingerichtet. Es kommt vor allem Patienten der Kinderorthopädie zu Gute, für die eine frühe Analyse bei Gangstörungen besonders wichtig ist. Aber auch Patienten mit Parkinson oder nach Schlaganfällen  und mit Knie- und Hüftprothesen profitieren von der neuen Diagnostik. Statt tragbarer Sensoren sind in Rummelsberg reflektierende Marker im Einsatz, die auf definierte Punkte an den Gelenken geklebt werden. „Wir arbeiten mit Highspeed-Kameras“, erklärt Leiterin Verena Hirschmann. Auf der 15 Meter langen, von Halogenstrahlern  beleuchteten Teststrecke nehmen acht Kameras von allen vier Seiten den Gang gleichzeitig auf. Zusätzlich gehen Hirschmanns Patienten über nicht sichtbare und in den Boden eingelassene Kraftmessplatten. „Die funktionieren wie eine Art Waage“, erklärt die Sportwissenschaftlerin: Sie erfassen, an welcher Stelle die Fußsohle mit welchem Gewicht auftritt. „Je nachdem, wie der Fuß den Boden berührt, kann ich sehen, wie viel Kraft auf Sprunggelenk, Kniegelenk oder Hüfte ausgeübt wird.“ Zusätzlich können Elektroden aufgeklebt werden, die die Muskelaktivität aufzeichnen. Eine spezielle Software errechnet aus den rückstrahlenden Markerpunkten schließlich ein 3D-Modell, das eine objektive Analyse des Gangs liefert. „Wir untersuchen damit zum Beispiel Patienten mit  Hirnschädigungen, Muskelerkrankungen oder Fußerkrankungen wie Spitz- oder Klumpfuß“, erklärt Hirschmann. Dank der Kameras ist neben dem 3D-Modell immer auch das normale Videobild des Ganges vorhanden. „Damit kann ich auch dem Patienten ein schnelles Feedback geben“, sagt Hirschmann. Die Befunde des Ganglabors sind für Diagnose und Therapiekontrolle schließlich an allen Bildschirmen im Haus abrufbar. „Vor und während der OP können sich die Ärzte das Gangbild anschauen“, sagt Hirschmann. Auch die orthopädische Werkstatt hat Zugriff. Ihre Erfahrungen tauscht die Wissenschaftlerin mit anderen Gang-Spezialisten aus - zum Beispiel mit der Uniklinik Erlangen.

Insgesamt ist die bildbasierende Ganganalyse mit den High-Speed Kameras besonders unkompliziert und zudem verständlich für den Patienten. Vergleichsweise schneller durchführbar als herkömmliche  infrarotbasierte Ganganalyse ist sie auch. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil in der Arbeit mit Kindern und mehrfachbehinderten Patienten. Das Kleben vieler Marker, wie es bei herkömmlichen Systemen nötig ist, wäre sehr zeitaufwändig und eine Belastung für die Patienten. Jetzt kommt Verena Hirschmann mit weniger oder gar keinen Markern aus und kann durch die Kameras dennoch ein ausreichendes Gangbild gewinnen.

Ausgabe 02/2016

Klinik für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie erstes Zentrum der Maximalversorgung für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie (ZFSmax) in Deutschland

Am 15.02.2016 wurde  die Klinik für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie als erstes Zentrum der Maximalversorgung für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie (ZFSmax) in Deutschland zertifiziert. Die Zertifizierung von Zentren für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie ist eine Initiative der Deutschen Assoziation für Fuß- und Sprunggelenk (D.A.F.), die die Sektion für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGUU) ist. Die Zertifizierung erfolgt als qualitätssichernde Maßnahme in der Behandlung von Gelenkerkrankungen, angeborenen und erworbenen Deformitäten sowie Verletzungen und deren Folgen an Fuß- und Sprunggelenk. Dabei werden Leistungserbringer und Behandlungspartner des Zentrums für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie registriert und evaluiert. Sämtliche Kooperationspartner wie z.B. Anästhesie, Radiologie, Physiotherapie, Innere Medizin, Orthopädiewerkstatt, Gefäßchirurgie, Plastische Chirurgie, Pathologie, Mikrobiologie werden genauestens definiert und die entsprechende Tätigkeit als sogenannter Stützprozess standardisiert und zertifiziert. Das Zentrum für Fußchirurgie der Maximalversorgung ist selbstverständlich auch regionaler und überregionaler Ansprechpartner für problematische Fälle in der Fußchirurgie und beschäftigt sich weiterhin mit Forschung und Lehre in diesem Bereich. Im Vordergrund steht die klinische Versorgung der Patienten und hierbei insbesondere die operative Versorgung. Analog zu den Endoprothesenzentren werden dabei besonders erfahrene Operateure zertifiziert, die prinzipiell jede Operation des Fußzentrums selbst durchführen oder assistieren. Im ZFSmax am Krankenhaus Rummelsberg sind diese sogenannten Seniorhauptoperateure Chefarzt Prof. Dr. Martinus Richter und Leitender Oberarzt Stefan Zech.

Prof. Dr. med. Martinus Richter
Chefarzt Klinik für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

Wir am Krankenhaus Rummelsberg sind besonders stolz, dass wir neben dem Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung nun auch als Zentrum der Maximalversorgung für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie (ZFSmax) zertifiziert sind und dies als Erste in Deutschland. Dies zeigt, dass die Spezialisierung und Netzwerkbildung im Rahmen der Zentrenzertifizierung weiter voran schreitet und dass das Krankenhaus Rummelsberg hier eine große regionale und überregionale Bedeutung hat.

Prof. Dr. med. Martinus Richter
Chefarzt Klinik für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

Ausgabe 01/2016

Das Iliosakralgelenk – das vergessene Gelenk

Neue minimalinvasive Fusionsmöglichkeit des ISG am Krankenhaus Rummelsberg

Das Iliosakralgelenk ist die Schnittstelle der Kraftübertragung zwischen der oberen und der unteren Extremität. In der Klinik des unteren Rückenschmerzes spielt es eine bedeutende Rolle. Je nach Studienlage wird bei 15-30% der tiefsitzenden Rückenschmerzen das ISG hierfür verantwortlich gemacht. Auch nach lumbalen bzw. lumbosakralen Fusionsoperationen kommt es im Verlauf häufig zu ISG-Degenerationen, die von den Patienten durch die ausgeprägte Schmerzsymptomatik als stark Lebensqualität einschränkend empfunden werden.

Was also tun?

Auf Seiten der konservativen Therapie stehen neben der medikamentösen Schmerztherapie, Physiotherapie und der manuellen Medizin vor allem die therapeutischen Infiltrationen mit Denervation im Vordergrund. Leider führen diese Maßnahmen häufig nur zu einer kurzfristigen Linderung der Beschwerden.

Foto mit freundlicher Genehmigung der SI-BONE Deutschland GmbH

Neue Innovative Lösung im Krankenhaus Rummelsberg

In der Klinik für chirurgische und konservative Wirbelsäulentherapie unter der Leitung von PD Dr. med. Uwe Vieweg findet bei Patienten mit klarer ISG-Symptomatik und bei Versagen der konservativen Therapiemaßnahmen ein neues minimal-invasives Verfahren zur ISG-Fusion Anwendung: Die Fusion mittels dreieckiger Titan-Implantate der Firma iFuse Implant Systems. Dieses System ist seit 2009 auf dem US-amerikanischen Markt und findet nun zunehmend auch Anwendung in Europa. Die 30-70mm langen Implante werden über einen ca. 3 cm langen, minimal-invasiven Zugang unter Bildwandlerkontrolle eingebracht. Durch das Design der Porous-Plasma-Spray (PPS)-beschichteten Implantate werden Dreh- und Minimalbewegungen verhindert.

In den aktuell verfügbaren Studien mit bis zu 5-Jahres Follow-up zeigt sich im Vergleich zur rein-konservativen Therapie eine signifikante Reduktion der  Schmerzscores (VAS) sowie eine signifikante Verbesserung des Oswestry Disability Index.

Aufgrund des minimal-invasiven Vorgehens sowie der kurzen OP-Dauer (ca. 45 Minuten) ist für die Patienten nur ein 3-tägiger Krankenhausaufenthalt notwendig. Eine Mobilisation unter Teilbelastung für 3-6 Wochen ist postoperativ direkt möglich.

Dies alles führt zu einer sehr hohen Patientenzufriedenheit, mit dem Resultat, dass durchschnittlich 82% der Patienten sämtlicher Studien die Operation nochmals durchführen lassen würden.

Wir freuen uns mit diesem neuen und innovativen Operationsverfahren einen weiteren Ansatz zur dauerhaften Beschwerdelinderung unserer Patienten mit ISG-Syndrom gefunden zu haben und hoffen das „vergessene“ Gelenk in unser aller Gedächtnis zurückzurufen.