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10.05.2017
, Rummelsberg
Krankenhaus Rummelsberg plant Querschnittgelähmtenzentrum
Eröffnung soll im Herbst 2017 stattfinden – Umbaumaßnahmen laufen bereits an – Versorgungslücke in Bayern zwischen Murnau und Bayreuth wird damit geschlossen

Offene Arme für querschnittgelähmte Menschen: Das Team des Querschnittzentrums am Krankenhaus Rummelsberg freut sich auf die Eröffnung und sucht noch motivierte Pflegekräfte, die sich beim Aufbau der neuen Station gerne miteinbringen möchten.

Rummelsberg. Das Krankenhaus Rummelsberg wächst und bietet mit der Behandlung querschnittgelähmter Patienten ein weiteres hochspezialisiertes Leistungsspektrum an. Die Eröffnung eines Therapiezentrums ist für Herbst 2017 geplant. Künftig sollen in Rummelsberg Querschnittgelähmte nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft versorgt werden - unabhängig davon, ob die Behinderung durch Verletzungen, Entzündungen oder Tumore erworben oder angeboren ist. Derzeit laufen hierfür die Umbaumaßnahmen auf der Station 15 an.

Eine Verletzung des Rückenmarks stellt das bisherige Leben vollständig auf den Kopf. Nichts ist mehr wie vorher. Im schlimmsten Fall sind Beine und Arme gelähmt und es besteht unterhalb der Rückenmarksverletzung weder Sensibilität noch Motorik. Häufig treten aber auch inkomplette Querschnittlähmungen auf, die ein gewisses Maß an Bewegung und Empfinden zulassen. Um künftig Patienten mit genau solchen Erkrankungen behandeln zu können, plant das Krankenhaus Rummelsberg die Eröffnung eines Querschnittzentrums. Unter der Leitung von Sektionsleiter Dr. Matthias Ponfick und Stationsleiterin Claudia Helbig soll Menschen, die ein solches Schicksal ereilt hat, eine neue Perspektive im Leben aufgezeigt werden. Die Sektion Querschnittmedizin wird dabei aus der Klinik für chirurgische und konservative Wirbelsäulentherapie von Chefarzt Dr. Uwe Vieweg heraus entwickelt. Der interdisziplinäre Ansatz greift dabei auf die Expertise aus dem Bereich der Wirbelsäulenchirurgie und der Neurochirurgie im Krankenhaus Rummelsberg zurück.

Damit die Eröffnung im vierten Quartal des Jahres erfolgen kann, wird derzeit mit den Umbaumaßnahmen auf der Station 15 begonnen. Gleichzeitig arbeitet das Team um Dr. Ponfick an einem Therapiekonzept, zu dem auch die Diagnostik von Blasen- und Darmstörungen sowie deren Behandlung gehört. "Unser gemeinsames Bestreben ist es, Menschen mit Querschnittlähmung wieder zurück ins Leben, den Alltag und in die Familie zu bringen - ganz egal, ob die Lähmung frisch ist oder bereits länger zurück liegt", so Dr. Ponfick.

Pflegekräfte für dynamisches Team gesucht

Um im Drei-Schicht-Betrieb eine adäquate 24-Stunden-Betreuung zu ermöglichen, wird aktuell nach motiviertem medizinischem Fachpersonal für das Querschnittzentrum gesucht. Ziel ist es, ein junges, dynamischer Team auf die Beine zu stellen. Als "große Chance für Bewerber" sieht der 33-jährige Dr. Ponfick die Tatsache, dass der Aufbau des Zentrums Pflegepersonal die Möglichkeit bietet, selbst aktiv mitzugestalten. "Es kommt schließlich nicht so oft vor, dass ein Behandlungszentrum für Querschnittpatienten aus der Traufe gehoben wird", betont Dr. Ponfick. Für Pflegedienstleiterin Sabine Brase sind der S-Bahnanschluss, die Autobahn nahe Lage, die Verdienstmöglichkeiten und langfristigen Perspektiven im Krankenhaus Rummelsberg wichtige Argumente, die für ein Engagement in der Klinik sprechen.

Geografische Lücke zwischen Murnau und Bayreuth wird geschlossen

Im Querschnittzentrum Rummelsberg werden im ersten Schritt Kapazitäten für rund 20 querschnittgelähmte Menschen entstehen. Hierzu schätzt Sebastian Holm, Geschäftsführer am Krankenhaus Rummelsberg, die Investitionssumme auf 750.000 Euro. Umfassende Diagnostik und kompetente Behandlungen durch ein interdisziplinäres Team aus Ärzten verschiedener Fachrichtungen, Pflegekräften, Therapeuten und (Neuro-)Psychologen garantieren künftig eine optimale Versorgung, so dass die geografische Lücke zwischen den bisherigen bayrischen Zentren für Menschen mit Querschnittlähmung - Murnau und Bayreuth - geschlossen wird. "Für Betroffene in Mittelfranken bedeutet dies, dass Ihnen künftig Reisestrapazen erspart bleiben und eine wohnortnahe Behandlung stattfinden kann", erläutert Sebastian Holm, der mit diesem neuen Angebot die Erfolgsgeschichte der Spezialisierungen in Rummelsberg fortschreiben möchte. Aktuell ist das Krankenhaus, was sich in der Trägerschaft der Sana Kliniken befindet, durch die Fachbereiche Orthopädie/Unfallchirurgie, Neurologie, Innere Medizin und Rehabilitation über die Grenzen der Metropolregion bekannt. Langfristig soll dies auch für das Querschnittzentrum gelten.

Kontakt

Krankenhaus Rummelsberg
Dominik Kranzer
Pressesprecher
Leitung Medien & Kommunikation
Rummelsberg 71
90592 Schwarzenbruck
Telefon: (0 91 28) 504 33 65
Telefax: (0 91 28) 504 31 50
dominik.kranzer@sana.de
www.krankenhaus-rummelsberg.de