Während des Aufenthalts

Schule für Kranke

Die Klinikschule am Krankenhaus Rummelsberg ist eine von drei sogenannten „Schulen für Kranke" in der Metropolregion. Diese Schulform hat die Aufgabe den Bildungsauftrag der Schule unter den besonderen Gesichtspunkten von Krankheit und Behinderung während eines Krankenaufenthaltes zu gewährleisten. An unserer Klinikschule werden alle Schüler ab dem Vorschulalter bis zur Berufsschulstufe in den Schwerpunktfächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch und Latein unterrichtet. Ebenso erhalten Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf individuell angefasste Förderung. Unterricht und Beratung für Schüler im Bereich „Unterstützte Kommunikation" ist seit vielen Jahren ein besonderer Schwerpunkt der Schule für Kranke am Krankenhaus Rummelsberg.

In Absprache mit den Eltern, den Ärzten und den Therapeuten versuchen wir schulische Lücken zu schließen oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Die individuellen Bedürfnisse unserer Schüler und Schülerinnen stehen dabei immer im Mittelpunkt.

Selbstverständlich nehmen wir Rücksicht, wenn wir feststellen, dass unsere Patienten Schmerzen haben oder von Sorgen geplagt werden. Der Unterricht wird in enger Absprache mit den Schülern, den medizinischen Fachdiensten und den Eltern durchgeführt.

Wir unterrichten:

  • am Bett im Patientenzimmer
  • am Stehtisch im Flur
  • in der Lernecke
  • im Klassenzimmer im dritten Stock (Station 18 / MZEB)

Und wer merkt, dass seine Anliegen ernst genommen werden, entdeckt – so ganz nebenbei – dass Lernen auch Spaß machen kann.

Unterricht

Unterricht:

  • ermöglicht die lückenlose Fortsetzung des Unterrichts der Stammschule in den Schwerpunktfächern
  • berücksichtigt besondere Interessen und Fähigkeiten
  • passt sich dem aktuellen Leistungsstand und -vermögen individuell an
  • ermöglicht die Durchführung von Schulaufgaben, um Nachholtermine zu vermeiden
Beratung
  • Förderdiagnostische Arbeitsweisen zur individuellen Schullaufbahnberatung
  • Hilfestellung bei behinderungsspezifischen Problemen
  • Aktivierung der Lernfähigkeit
Lernzentrum Unterstützte Kommunikation
  • Unterricht für Schüler ab dem Vorschulalter, die über keine oder nicht ausreichende Lautsprache verfügen
  • Anbahnung von Kommunikation
  • Förderung der Kommunikationsfähigkeit
  • Förderung und Diagnostik im Beratungssetting
  • Erprobung von Hilfsmitteln im Bereich der Unterstützten Kommunikation (nichtelektronische Hilfsmittel, einfache elektronische Hilfsmittel)
  • Spaß und Motivation an Interaktion und Kommunikation wecken
Leitbild

Die Kolleginnen und Kollegen der Schulen für Kranke in Mittelfranken orientieren sich in ihrer pädagogischen Arbeit an folgenden Leitvorstellungen:

  • Durch unsere pädagogische Arbeit sollen das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler gestärkt werden. Oberstes Ziel ist der Aufbau eines positiven Selbstkonzepts.
  • Unsere schulische Förderung orientiert sich am Ist-Stand der Schülerinnen und Schüler und ist präventiv: Wissens- und Kenntnislücken sollen geschlossen werden und es soll verhindert werden, dass durch den Klinikaufenthalt neue Lernlücken entstehen. Der Anschluss an die Schulausbildung in der Stammschule soll nach Möglichkeit gewährleistet werden.
  • Durch unsere Arbeit soll bei den Schülerinnen und Schülern die Freude am Lernen in angenehmer Arbeitsatmosphäre ermöglicht werden.
  • Schulische Förderung verstehen wir als Begleitung und Beratung unter Akzeptanz individueller Lernwege der Kinder und Jugendlichen.
  • Durch Beobachtung, Beratung und Austausch mit allen beteiligten Fachdiensten wollen wir dazu beitragen, neue Wege und Optionen in schwierigen schulischen Situationen und sozialen Kontexten zu ermöglichen und anzubahnen.

Ansprechpartnerin

Christiane Dieckmann
Christiane Dieckmann

Schulleiterin

Tel.: 09128 5048309