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19.02.2019, Rummelsberg

Dr. Hans-Joachim Eisele erklärt, warum Allergiker unbedingt zum Facharzt gehen sollten

Bei steigenden Temperaturen: Was gegen Heuschnupfen wirklich hilft

Gibt nützliche Tipps, damit es Allergiker bei den steigenden Temperaturen etwas leichter haben: Pneumologe Dr. Hans-Joachim Eisele.

Rummelsberg. Rund zwölf Millionen Menschen in Deutschland leiden an Heuschnupfen. Doch was verbirgt sich hinter der Diagnose und wie kann man die Erkrankung behandeln? Dr. Hans-Joachim Eisele, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Pneumologie und Akutgeriatrie am Krankenhaus Rummelsberg, klärt auf.

Eine ständig laufende Nase, juckende Augen, Atemnot: Nicht nur wenn Bäume, Gräser und Kräuter wieder zu blühen beginnen, gehören diese Symptome für 15 Prozent der Deutschen zum Alltag. Sie leiden an einem allergischen Schnupfen, der zwar landläufig als Heuschnupfen bezeichnet wird, dessen Auslöser aber weit mehr sind als nur die allseits bekannten Gräserpollen. Abhängig davon, auf welche Allergene man empfindlich reagiert, beginnen die Beschwerden bereits zu Jahresbeginn. Dann geht es mit den frühblühenden Bäumen los, zu denen Hasel, Erle und Birke zählen. Darauf folgen die Gräser und schließlich die Sommerkräuter, wie beispielsweise Ambrosia oder Beifuß.

Diagnose vom Facharzt und eine individuell abgestimmte Therapie

Wenn man eine allergische Reaktion feststellt, deren Ursache man nicht kennt, sollte man zum Arzt gehen, rät Eisele, Facharzt für Pneumologie. „Der Allergologe kann nach einer entsprechenden Anamnese durch einen Hauttest oder die Bestimmung bestimmter Blutwerte herausfinden, ob Antikörper vorliegen. Ist das der Fall, geben weitere Untersuchungen Aufschluss darüber, ob es sich lediglich um eine Sensibilisierung handelt, oder ob eine klinisch relevante Allergie vorliegt." Ist das der Fall, kann der Mediziner eine individuell abgestimmte Therapie einleiten. „Je nach Schweregrad einer Allergie bietet es sich an, eine Hyposensibilisierung zu machen, beispielsweise gegen Frühblüher oder Gräserpollen. Wenn die Beschwerden nur einen eng begrenzten Zeitraum auftreten und weniger stark ausgeprägt sind, kann eine symptomatische Therapie helfen. Hierbei nehmen die Patienten ein Antihistaminikum ein, teilweise in Kombination mit einem Nasenspray oder Augentropfen", erklärt Eisele.

Allergene grundsätzlich meiden

Neben der Behandlung der Symptome empfiehlt der Mediziner, die Allergene wann immer möglich zu meiden. Wer gegen Gräserpollen oder Kräuter allergisch ist, sollte vom Spaziergang über blühende Wiesen Abstand nehmen, Hausstaubmilben-Allergiker sind gut beraten, entsprechende Bettbezüge zu verwenden. Zudem sollten Fenster aufgrund des Pollenflugs nur kurz zum Lüften geöffnet werden und das Gesicht und Haare sollten nach einem Spaziergang gewaschen werden. Die Beschwerden einfach auszusitzen, ist übrigens keine gute Idee. „Wenn man einen allergischen Schnupfen nicht konsequent behandelt, kommt es irgendwann zum sogenannten Etagenwechsel, die Patienten bekommen ein Asthma. Insofern ist es unbedingt anzuraten, Allergien sorgfältig zu diagnostizieren und die geeignete Therapie einzuleiten", betont Chefarzt Eisele.

Als versteckte Gefahr weist der Mediziner auf Schimmelpilze hin, die unerkannt hinter Schränken oder in Luftbefeuchtern und Klimaanlagen lauern: „Zusammen mit Hausstaubmilben und Tierallergene sind diese zwar nicht zwingend für Heuschnupfensymptome verantwortlich, können aber auch allergieähnliche Symptome bereiten. Wir Mediziner sprechen dann von einer allergisch bedingten Entzündung, einer sogenannten Alveolitis." Auch diese sollte vom Pneumologie behandelt werden.

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