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26.07.2019, Rummelsberg

Krankenhaus Rummelsberg erweitert Leistungsspektrum

Neurourologie im Querschnittzentrum gestartet

Das Querschnittzentrum um Dr. Matthias Ponfick (links) wird ab sofort von Dr. Gebhard Weber (rechts) unterstützt, der das bestehende Leistungsspektrum um den Bereich der Neurourologie erweitert.

Rummelsberg. Das Krankenhaus Rummelsberg erweitert sein Leistungsspektrum: Seit Juli hat die Sektion Neurourologie als Teil des Querschnittzentrums ihre Arbeit aufgenommen. Geleitet wird sie von Dr. Gebhard Weber, der von der urologischen Klinik des Klinikums Nürnberg nach Rummelsberg gewechselt ist. „Unser Schwerpunkt liegt in der Diagnostik und Therapie von neurogenen Blasenfunktionsstörungen", so Dr. Matthias Ponfick, Ärztlicher Leiter des Querschnittzentrums.

Durch die Erweiterung sind urologische Konsile jeglicher Art, Blasenspiegelungen, Rektalultraschall, intravesikale Botoxapplikation, Ureterunterspritzungen, Biopsien sowie urogynäkologische Untersuchungen – bspw. bei Blasensenkungen – und sakrale Neuromodulation möglich. „Mit Dr. Gebhard Weber konnten wir einen ausgewiesenen Experten im Bereich der Neurourologie für den Aufbau dieser Sektion gewinnen. Das Querschnittzentrum ist eine wichtigen Säule des Krankenhauses. Insofern war es für uns ein logischer Schritt, diese Leistungen im Rahmen des stationären Aufenthalts künftig direkt in unserer Klinik anzubieten", so Geschäftsführer Frank Stauch.

Was durch die Erweiterung im Querschnittzentrum möglich ist

Durch eine präzise, auf höchstem technischen Niveau durchgeführte Diagnostik ist es möglich, Störungen der Blasenfunktion genau zu analysieren und eine individuelle Behandlungsstrategie für jeden Patienten zu entwickeln – sowohl medikamentös als auch operativ. Insbesondere die intravesikale Gabe von Botox ist eine bedeutende Erweiterung des Behandlungsspektrums. Die Videourodynamik spielt bei der Behandlung von Querschnittpatienten eine wichtige Rolle, wie Dr. Ponfick erklärt: Die Videourodynamik ist der Goldstandard zur Detektion von Blasenfunktionsstörungen bei Querschnittgelähmten. Die Blase wird hierzu mit einer vorher festgelegten Laufrate mit Kontrastmittel und Kochsalzlösung gefüllt und im Röntgen dargestellt. Hierdurch können unterschiedliche krankhafte Zustände diagnostiziert werden. Insbesondere der Schutz der Nierenfunktion ist oberstes Ziel der durchgeführten Diagnostik. Die Untersuchung muss auch regelmäßig im Verlauf, meist in jährlichen Abständen, durchgeführt werden, um Veränderungen frühzeitig zu erfassen und zu behandeln. Nur so kann die Lebensqualität für Patienten mit Blasenfunktionsstörungen erhalten bleiben und dies gilt nicht nur für Querschnittgelähmte, sondern für alle neurologisch induzierten Blasenfunktionsstörungen."

Spezialsprechstunde für Querschnittgelähmte

Um dieses neue Leistungsspektrum wahrzunehmen, können Querschnittgelähmte mit sämtlichen Symptomen, welche die Querschnittlähmung mit sich bringt, in der Sprechstunde von Dr. Ponfick vorstellig werden. Für spezielle neurourologische Fälle bietet Dr. Weber eine Privatsprechstunde am Krankenhaus Rummelsberg an.

Kontakt

Krankenhaus Rummelsberg
Dominik Kranzer
Pressesprecher
Leitung Medien & Kommunikation
Rummelsberg 71
90592 Schwarzenbruck
Telefon: (0 91 28) 504 33 65
Telefax: (0 91 28) 504 31 50
dominik.kranzer@sana.de
www.krankenhaus-rummelsberg.de